USG Radsport

Harzfahrt 2012

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Harzfahrt 2012
Freitag den 18. Mai, gleich nach Himmelfahrt, ging es zum achten Mal auf unserer obligatorischen Harzfahrt.
Diesmal kehrten wir mit 3 Mädels und 11 Jungs im Harzer Hof ein, der recht zivile Übernachtungspreise und *** bietet und nur 5 Minuten vom Zentrum entfernt liegt. Die Rennräder kamen in einen speziellen, abschließbaren Raum in der Tiefgarage.

Anfahrt mit dem eigenen Auto bzw. in Fahrgemeinschaften. Nur unsere Abteilungsleiter Ralf und Sigi ließen es sich nicht nehmen, mit dem Rad anzureisen. Am Donnerstag mit der Fähre über die Elbe und dann bei ständigem Gegenwind bis kurz vor Celle - macht 146 Kilometer - und nach einer Übernachtung nochmals 183 Kilometer einschließlich einer Harzquerung. Da schauten die beiden dann doch etwas glasig aus den Augen.

Die Rautenbergs waren schon frühzeitig angereist, so dass eine Trainingseinheit im Harz absolviert wurde. Thomas war bei unserer Ankunft gerade dabei, einen geeichten Putzlappen durch jedes einzelne Kettenglied ihrer Räder zu ziehen. Aber das war nur der Anfang, dann gings unter die Dusche!

Freitag Abend noch alle gemeinsam eine Kleinigkeit beim Griechen verputzt.

Samstag nach dem ausgiebigen Frühstück im Harzer Hof radelten wir die Strecke gemeinsam zum 8 Kilometer entfernt liegenden Start der RTF in Förste. Aus dem beabsichtigten "Frühstart" wurde dann doch nichts: Sigis hinterer Reifen zeigte eine Blasenschwäche, der Schlauch drückte an einer Stelle seitlich raus. Ein netter älterer Organisator hatte jedoch einen auch nicht so jungen Reifen in Naturfarben an Sigi verschenkt. Unser selbsternannte Chefmechaniker (früher nur Chef) Thomas Rautenberg ließ es sich nicht nehmen, vor der versammelten Mannschaft den Reifenwechsel zu vollziehen. Perfekt! Im Hintergrund hat dann auch Achim leise den "Schleicher" in seinem Vorderrad mittels Schlauchwechsel beseitigt. Dann aber schnell alle gestartet, bis auf Achim, der irgendwie am Start verlorengegangen war. Aber wozu hat er so viele Gänge?! ER sauste dann bald an uns vorbei und mischte in der Spitzengruppe mit. Früher oder später wurden dann die 120 oder 150 Kilometer in etwa 2 bis 3 USG-Gruppen weitergefahren, da die Harzdurchfahrt über St. Andreasberg doch recht schwer für einige war. Ansonsten  war das Wetter und die Organisation wieder top. Man konnte sich der Bewegung an der frischen, aber warmen Luft und der schönen Landschaft zufrieden hingeben. Abschließend, nach Kaffee, Kuchen, Bier und Würstchen radelten wir zum Duschen zum Hotel zurück.

Nachmittags Eisessen, Spaziergang, relaxen und auf der Bierterrasse des Harzer Hofes klönen. Abends wieder mal, warum auch nicht, zum weltbekannten Italiener "Piccolo Modo", bei dem Pizza und Pasta absolute Klasse aufweisen. Natürlich waren wir zur 2. Halbzeit des Endspiels Bayern gegen Celsea wieder im Hotel. Wie es ausging, naja, weiß ja jeder!

Sonntag fuhren wir dann die Osteroder RTF ab Lasfelde. Es ist eigentlich nicht zu glauben, aber die USGler fuhren bis zum Schluß die 120 Kilometer in einer geschlossenen Gruppe, an der sich gerne weitere Fahrer angliederten. Abgesehen von Rainer und Sven, die irgendwann auf die lange Runde abbogen, was sie natürlich durften. Bei sonnigen Temperaturen bis zu 29° C brachte diese Fahrtweise auch bei zügigem Tempo, im Schnitt knapp 35 km/h, allen Spaß. Ein kleiner Wermutstropfen war allerdings, als durch eine kleine Unachtsamkeit ein großer Sturz passierte, bei dem sich etwa die Hälfte der Gruppe ineinander verschachtelten. Materialschäden wurden gleich vom Chefmechaniker begutachtet und beseitigt. Größere Verletzungen gab es dann doch: Betsi hatte einige bösere Schürfwunden, undefinierte Gliederschmerzen und als Sie dann den angeknacksten Helm sah, wurde ihr fast übel. Nach einer halben Stunde war alles gut, die Räder notversorgt und auch Betsi fuhr die letzen 40 Kilometer wie gehabt ins Ziel. Erst dort merkte sie, dass mit ihrem Fuß/Bein was nicht stimmte. Abends im Krankenhaus Elmshorn Versorgung mit "Krücken"; ihre gute Stimmung war jedoch nicht unterzukriegen.
Nach dem Duschen waren wir bestimmt noch eine Stunde am Biertisch unterm Sonnenschirm gesessen und dem "RTF-Personal" Grillwurst, alkoholfreies Bier und Kuchen abgekauft, bevor es tatsächlich ohne nennenswerten Stau nach Hause ging.